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Blog & Wissenswertes

Schwarmintelligenz von Bienen

von Nele Kost
Wer eine Bienenwabe etwas genauer betrachtet, wird feststellen, dass die identischen Zellen in ihrer sechseckigen Form einander wie Kristalle oder sechsstrahlige Schneeflocken perfekt gleichen. Und dass sie nicht nur über gleich lange Seiten verfügen, sondern außerdem im immer gleichen Winkel von 120 Grad aufeinandertreffen. Diese Exaktheit ist kein reiner Zufall, sondern offenbart ein geometrisches Gesetz, von dem Bienen offensichtlich schon sehr viel länger wussten als wir Menschen.

Die Bienen und der mathematische Verstand

Seit der Antike gelten Bienenwaben als Beispiel für die Optimalität natürlicher Konstruktionen. Der im 16. Jahrhundert geborene Naturphilosoph und Mathematiker Johannes Kepler, welcher die Gesetzmäßigkeiten aufklärte, nach denen sich die Planeten um die Sonne bewegen, vermutete, dass Bienen über einen mathematischen Verstand verfügen. Erst einige Jahrhunderte später, im Jahr 1999 lieferte der Mathematiker Professor Thomas C. Hales schließlich den mathematischen Beweis dafür, dass an diesen frühen Überlegungen tatsächlich etwas dran ist, indem er eine berühmte Vermutung der Geometrie, die sogenannte Honigwaben-Vermutung, bestätigte.

Die Honigwaben-Vermutung

Die Honigwaben-Vermutung besagt, dass bei einer Aufteilung der Ebene in Gebiete jeweils gleichen Flächeninhalts, der Gesamtumfang der Ränder mindestens dem von regelmäßigen Sechsecken entspricht. Es stellt sich heraus, dass Bienen die effizienteste aller Möglichkeiten wählen, um möglichst viele Zellen mit möglichst wenig Bienenwachs herstellen zu können. Hierzu ist es erstrebenswert, eine Form für die Zellen zu wählen, die man unendlich oft nebeneinander bauen kann, ohne dass Lücken zwischen den Zellen entstehen. Für eine lückenlose Parkettierung – also um ein Netzwerk aus Formen zu bauen, die perfekt zusammenpassen, gibt es nur drei Möglichkeiten: das gleichschenklige Dreieck, die Raute (unter welche auch das Quadrat fallen würde) und das Sechseck. Interessanterweise scheinen Bienen intuitiv zu verstehen, dass das Sechseck unter diesen Möglichkeiten die effizienteste ist, da es am wenigsten Wachs benötigt. Die sechseckige Form der Wände ergibt ein optimales Verhältnis von Wandmaterial zu Volumen und bietet eine hohe Stabilität. Schon lange vor der ersten Erwähnung der Honigwaben-Vermutung müssen Bienen über dieses Wissen verfügt haben – schließlich hieße die Honigwaben-Vermutung ja sonst nicht Honigwaben-Vermutung. Jede Honigbiene auf dieser Welt weiß, dass das Sechseck ihr Zuhause ist und auch darüber Bescheid, wie sie es baut. Als trüge sie diese für den Menschen, als mathematisches Gesetz bekannte Information, auf natürliche und wundersame Art und Weise schon immer in sich gespeichert.

Inspiration für Wissenschaftler

Heute lassen sich Wissenschaftler von der Honigbiene inspirieren, indem sie die Sechseckstruktur nutzen, um Material widerstandsfähig zu machen und Räume effizient zu nutzen. Beispielsweise werden beim Flugzeugbau Bauteile eingesetzt, die dem Muster der Honigwabe gleichen. Flugzeuge werden so leichter und stabiler und verbrauchen weniger Treibstoff. Die Biene ist ein Beispiel dafür, wie viel der Mensch von Tier, Natur und ihren Gesetzen lernen und verstehen kann. Wer weiß, wie viele Honigwaben-Vermutungen noch darauf warten, bestätigt oder gar erst vermutet zu werden.

Die Bienen und die Blüten


Abgesehen von wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnissen bietet die Biene dem Menschen außerdem vor allem eins: die Bestäubung heimischer Nutz- und Wildpflanzen und damit den Erhalt und die Fortpflanzung der Pflanzenwelt. Die Biene gilt als eine der wichtigsten Arten von Bestäubern. Etwa 80 Prozent der Nutz- und Wildpflanzen in Deutschland sind auf die Bestäubung durch die Biene angewiesen. Dass die Bienenpopulation bedroht ist und stetig zurückgeht, ist längst kein Geheimnis mehr. Ohne die Biene müsste der Mensch nicht nur auf Honig verzichten, sondern auch mit dramatischen Ernteausfällen rechnen.

Gefahren sind menschengemacht

Die Ursachen für das Bienensterben lassen sich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Das Umweltinstitut München stellt sieben von diesen Faktoren besonders heraus: Insektizide, den Cocktaileffekt, monotone Agrarlandschaften, unachtsame Mahd, die Varroamilbe, den Klimawandel und Überzüchtung. Auch wird betont, dass die meisten Gefahren für Bienen menschengemacht sind. Um das Bienensterben aufzuhalten, müssen sich dementsprechend vor allem Dinge in der Politik, der Landwirtschaft und den Städten und Gemeinden ändern. Doch auch für den Einzelnen gibt es Möglichkeiten, um den Bienen das Bestäuben weiterhin zu ermöglichen. Um die Bienen im nahenden Frühling zu unterstützen, können in eigenen Garten oder Balkon, Blüh- und Wildpflanzen als Nahrungsquelle anpflanzt werden. Darüber hinaus hilft es den Bienen auf Pestizide zu verzichten und ein Wildbienenhotel aufstellen, um Nistplätze für Solitärbienen zu bieten.

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ – Albert Einstein
Tiervermittlung
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