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Blog & Wissenswertes

Fische spüren nichts - oder doch?

von Vanessa Bisek
900 bis 2700 Milliarden Fische werden jährlich für und durch den Menschen in Wildfang und Zucht getötet. Obwohl der Fisch mit diesen Zahlen das meist geschlachtete „Nutztier“ der Welt ist, wird ihm von der Öffentlichkeit weniger Beachtung und von dem Tierschutzgesetz weniger Rechte eingeräumt als z.B. dem Rind oder Huhn.


„Fische spüren ja nichts“ ist ein Satz, der dem Fisch seine Empfindungsfähigkeit abspricht und ihn zu einem minderen Lebewesen degradiert. Es ist ein Satz, den man selbst heute noch häufig hört. 
Dass der Fisch keine Schmerzen empfinden und lediglich ein Instinkt getriebener Kaltblüter ohne kognitive Fähigkeiten ist, ist leider eine weit verbreitete Annahme. Schließlich schreien die Tiere nicht und können sich nicht wie die meisten Wirbeltiere mit Lauten verständigen.

Fische leiden stumm

Doch empfinden Fische tatsächlich keine Schmerzen? Die Wissenschaft rund um die Empfindungsfähigkeit und das Schmerzempfinden von Kaltblütern ist noch relativ jung. Dennoch haben Studien bereits bewiesen, dass Fische höher entwickelt sind als angenommen.

Aus aktuellen Forschungen geht hervor, dass der Fisch sowohl anatomische, physiologische als auch verhaltensspezifische Merkmale aufweist, die auf ein Schmerzempfinden hindeuten. 

Genau wie Säugetiere und Vögel besitzen auch Fische Schmerzrezeptoren. Die sogenannten Nozizeptoren nehmen Schmerz wahr und leiten schmerzhafte Reize an das zentrale Nervensystem weiter. Ebenfalls zeigen Fische ähnliche Reaktionen auf Stressoren wie z.B. eine erhöhte Kiemenschlagrate und ausweichendes Verhalten. Verhaltensveränderungen, nachdem Fische Schmerzen ausgesetzt wurden, deuten wiederrum auf komplexe kognitive Fähigkeiten hin. 


Der unterschätzte Kaltblüter

Ein Indiz, dass die Tiere die Schmerzen nicht nur als Reiz wahrnehmen, der dem Überlebenstrieb dient, sondern auch als Schmerz wie wir ihn kennen empfinden, ist die Tatsache, dass opiumähnliche Substanzen freigesetzt werden sobald die Tiere Schmerz ausgesetzt werden. Ein Opiumsystem impliziert, dass die Fähigkeit, Schmerzen wahrzunehmen vorhanden sein muss, denn einem anderen Zweck dient dieses System nicht. 

Man sieht also, der Fisch ist ein zu Unrecht unterschätztes Tier und trotz der größtenteils eindeutigen wissenschaftlichen Beweislage gelten für diese Tiere noch immer nicht die gleichen Tierschutzrechte wie für Wirbeltiere, sodass z.B. viele Aufzucht- und Tötungsmethoden mit enormen Qualen verbunden sind. Es ist an der Zeit, die Vorstellung vom nicht leidensfähigen stummen Fisch zu überdenken.

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